Tödliche Tüte

Wundertüte aus Kindertagen: Was da wohl drin ist? Es gab sie dereinst für zehn Pfennig, und sie enthielt allerhand unnützes Zeug. Das ist heute nicht anders in Kifferkreisen, die Überraschung kann aber üble Folgen haben. ©Doc.Heintz

HANAU. Vor der Jugendkammer des  Hanauer Landgerichts stehen fünf junge Männer. Sie hatten mit einem 28-Jährigen nachts an der Kreisrealschule in Gelnhausen einen Joint geraucht, plötzlich war er zusammengebrochen. Aber sie holten keine Hilfe, machten sich aus dem Staub – er starb. Ursprünglich hätte der Fall vor dem Amtsgericht verhandelt werden sollen, das OLG entschied anders auf Antrag der Staatsanwaltschaft. 

 

Fall Klock: Was noch zu sagen wäre

Kommentar von Dieter A. Graber

HANAU. Die gute Nachricht zum Ende des Klockverfahrens: Justiz ist nicht korrumpierbar. Sie lässt sich durch massive Meinungsmache in Medien nicht vom richtigen Weg zur Urteilsfindung abbringen. Notwehr ist Notwehr, auch wenn von der Nebenklage munitionierte TV-Sender die Rechtslage anders sehen. Es ist halt nicht jeder, der über einen Fall berichtet (und meist nur zweimal zur Verhandlung erscheint, nämlich zur Anklageverlesung und zur Urteilsverkündung), auch ein rechtskundiger Journalist. Und noch etwas: Nebenklage ist eine juristische Disziplin, die nicht jeder Anwalt beherrscht.

 

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