Verletzte Ehre: Frau erstochen

HANAU. Ein weiterer Mordprozess beginnt dieser Tage vor dem Hanauer Landgericht. Verantworten muss sich ein heute 58 Jahre alter Mann, der am Abend des 6. Dezember 2017 auf dem Altstädter Markt mit seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau in Streit geraten war. Laut Anklage zog er plötzlich einen Dolch mit einer beidseitig geschliffenen Klinge von 19,5 Zentimetern Länge und zog ihn der Frau durchs Gesicht, woraufhin sie zu Boden ging. Dann setzte er sich auf sie und stach ihr die Waffe rund vierzig Mal in Kopf, Hals und Oberkörper.

Schlappe für den Staatsanwalt

HANAU. Die 2. Große Straf­kammer des Landgerichts verur­teilte fünf junge Männer im Fall des Toten vor der Kreisrealschule Gelnhausen wegen unterlassener Hilfeleistung zu milden Strafen – vorwiegend Verwarnungen mit Arbeitsauflagen. Ein Tötungsdelikt vermochte die Strafkammer – anders als die Staatsanwaltschaft – aber nicht zu erkennen.

 

Schweigen ist Silber, Reden ...

Will nun mal was sagen: Banu D. mit Verteidigern Fuchs (links) und Küster. Was prompt auch die Zunge des Mitangeklagten löst. ©Graber

HANAU. Eineinhalb Jahre zieht sich der Volkeprozess nun schon dahin, nun vielleicht die Wende: Lutz H. und Banu D., denen vor­geworfen wird, den Hanauer Unternehmer Jürgen Volke er­mordet zu haben, wollen sich erstmals zur Sache äußern. Zum Ende der Beweisauf­nahme sah es nicht güns­tig aus für das Paar: Die 1. Große Strafkammer hatte zu erkennen gegeben, dass sie zu einem Schuldspruch neige.

 

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