Betatscher und Grapscher

Nach den Vorfällen von Köln und anderswo will die Bundesregierung das Sexualstrafrecht verschärfen. Das ist, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, übrigens bereits vor einem Jahr schon mal geschehen. Damals ging es vor allem um die Verbreitung von Fotos im Internet. Künftig könnten sexuelle Übergriffe auch ohne ein gewaltsames Vorgehen des Täters als Vergewaltigung gelten. Ebenso sollen Belästigungen wie Grapschen, die bisher unterhalb der Schwelle sexueller Nötigung liegen, unter Strafe gestellt werden.

In einem Gastbeitrag für die F.A.Z. hat die Berliner Strafrechtsprofessorin Tatjana Hörnle die derzeitige Rechtslage erläutert: Betatschen ist nicht immer strafbar