Politjustiz

Altes Gewerbe: „Nutte“ ist eine Berufsbezeichnung, „Neger“ hingegen beleidigend

HAMBURG. Eine Frau (78), die sich ihre karge Rente mit Flaschensammeln aufbessern muss, ist mit ihrem Fahrrad unterwegs. Ein farbiger Junge stellt sich ihr in den Weg, beschimpft sie als „Nutte“. Sie nennt ihn einen „Neger“. Sie wird wegen Beleidigung angezeigt. Vor Gericht entpuppt sich der Rotzlöffel auch noch als Lügner. Staatsanwältin und Verteidiger fordern Freispruch. Ist der Richterin aber egal: Sie verurteilt die alte Dame trotzdem. „Neger“ sei schlimmer als „Nutte“. Der Holsteinische Courier berichtet darüber.