Emilys Tod und viele Fragen

STENDAL. Emily war erst eineinhalb Jahre alt, als sie starb, vermutlich totgeschüttelt von ihrer Stiefmutter. Nun muss sich das Landgericht Stendal mit dem Schicksal des kleinen Mädchens beschäftigen, aber auch mit der Frage, welche Rolle das Jugendamt spielte. Angeklagt sind die mutmaßliche Täterin (20) sowie Emilys Vater (30), dem vorgeworfen wird, ihren Tod billigend in Kauf genommen zu haben. Am ersten Verhandlungstag machte die Mutter keine Angaben zur Sache. Angesichts des großen Medieninteresses an dem Fall wolle ihre Mandantin nichts in öffentlicher Sitzung sagen, so ihre Verteidigerin. Die Jugendstrafkammer des Landgerichts Stendal lehnte einen Ausschluss der Öffentlichkeit allerdings bereits weitgehend ab.

+++ Stiefmutter schweigt (mdr.de,17. August 15)

+++ Notarzt: "Auffällige blaue Flecken" (volksstimme.de, 8. August 15)

+++ Belastungszeugin verschwunden (volksstimme.de, 1. August 15)

+++ "Hier und da mal blaue Flecken" (Die Welt, 28. Juli 15)

+++ Quälte diese Hand Emily zu Tode (bild.de, 28. Juli 2015)

+++ Emily starb an inneren Verletzungen (Mitteldeutsche Zeitung, 7./9. Februar 15)

+++ "Das geht nicht in meinen Kopf rein" (Volksstimme, 7. Februar 15)

+++ Angeklagte Stiefmutter schweigt (Focus, 27. Juli 15)

+++ Shaken Baby Syndrom: Was Forscher sagen (Spiegel online, 14. Juni 01)

+++ Grafik:  Tödliches Trauma