Mea maxima culpa

Manchmal muss man halt das Büßerhemd überstreifen, dann fällt auch der Führerscheinbann nicht so arg aus: Heinrich IV. vor Canossa. Gemälde von Eduard Schwoiser

HANAU. Die meisten Alkoholsünder versuchen, sich vor Gericht irgendwie herauszureden. Nicht so Herr H.: Er steht zu seiner Schuld und bittet quasi um eine angemessene Strafe. Ist der verrückt? Nee, Lateinlehrer.

Das Drama ist weiblich

Women under suspicion: Missgelaunt, ihre Handtaschen umklammernd blicken diese verdächtigten Damen in die Kamera des Polizeifotografen. ©New South Wales Polizeiarchiv, 1928

HANAU. Sie sind beide nicht reich. Sie waren Kolleginnen, vielleicht sogar Freundinnen. Doch dann kam dieser schlimme Verdacht auf, der in eine Strafanzeige mündete und jetzt in einen Prozess. Wie eine Frauenfreundschaft in die Brüche ging.

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Stille Nacht, hitzige Nacht

HANAU. Wegen schwerer räuberischer Erpressung und Körperverletzung müssen sich zwei Männer (25/26) vor der 1. Großen Strafkammer verantworten: Laut Anklage überfielen sie kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres einen Passanten in Bad Orb, zwangen ihn, seine EC-Karte herauszurücken und die PIN preiszugeben und hoben 500 Euro von seinem Konto ab. In der Nacht von Heiligabend schlugen sie einen Mann zusammen, mit dem sie zuvor in einer Gaststätte gestritten hatten, raubten ihm 280 Euro. Weitere Prozesstermine: 22. Dezember, 12.30 Uhr, 13. Januar, 10 Uhr, 20. Januar, 11 Uhr.

Mädchen aus guten Hause: Frau B. hat fertig

HANAU. (dig) Wende im Prozess ge­gen das Ehepaar B. vor dem Hanauer Schöf­fengericht: Das Verfahren gegen den wegen Förderung sexueller Hand­lun­gen Minderjähriger, Nöti­gung und Vergewaltigung angeklag­ten Ernst B. wurde „abgetrennt“, seine Frau Caro­lin (29) zu einer acht­monati­gen Be­währungsstrafe verur­teilt.

Rendezvous bei Lili

Kurz, knapp, präzise: Die Herren im geschäftlichen Dialog. Black Mask Magazin 1932

HANAU. Sie hatten ein großes Ding gedreht, aber die Beute war ihnen irgendwie abhanden gekommen. Natürlich wollten die Jungs das Geld wieder haben, und so machten sie ein bisschen Druck. Was sie nicht ahnten: Es war schon bei der Polizei. Und jetzt kommt auch noch eine hartnäckige Richterin ins Spiel, die komplizierte Puzzles liebt. Verdammtes Pech für den Angeklagten.

Mädchen aus gutem Hause: Porno in Saal 19

Yes, you are mine! Als die Filmkamera noch unschuldig war: Werbeplakat, frühes 20. Jhdt.

HANAU. Nicht, dass die Filmchen von Herrn B. einen nennenswerten künstlerischen Wert hätten. Aber als Beweise für seine Unschuld im Vergewaltigungsprozess könnten sie vielleicht was taugen. Dann müsste sich das Gericht womöglich den Director‘s Cut im Saal 19 anschauen. Volle Länge: mehrere Stunden. Wenn's der Wahrheitsfindung dient ...

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