Hund tot, Anwalt pleite

FRANKFURT. Hinter den schmucken Fassaden scheinbar nobler Anwaltskanzleien verbirgt sich manchmal finanzielle Verzweiflung. Die Konkurrenz ist hart. Das bekam auch ein Juristenpaar zu spüren, das kaum genug verdiente, um sich satt essen zu können und in seiner Not das Geld einer Mandantin unterschlug.

Mord im Fahrstuhlschacht

LEIPZIG. Mit den Daten von zwei Bekannten soll der arbeitslose Koch Sebastian T. (30) Betrügereien im Internet begangen haben. Damit sie ihm nicht auf die Schliche kamen, wollte er sie aus dem Weg räumen, sagt die Leipziger Staatsanwaltschaft. Adriano H. (22) lockte er unter einem Vorwand in den 14. Stock eines Wohnhauses, wo er ihn in den Aufzugschacht schubste, Brian R. (20) machte er mit Medikamenten wehrlos und legte ihn dann auf Eisenbahngleise.

Emilys Tod und viele Fragen

STENDAL. Emily war erst eineinhalb Jahre alt, als sie starb, vermutlich totgeschüttelt von ihrer Stiefmutter. Nun muss sich das Landgericht Stendal mit dem Schicksal des kleinen Mädchens beschäftigen, aber auch mit der Frage, welche Rolle das Jugendamt spielte. Angeklagt sind die mutmaßliche Täterin (20) sowie Emilys Vater (30), dem vorgeworfen wird, ihren Tod billigend in Kauf genommen zu haben. Am ersten Verhandlungstag machte die Mutter keine Angaben zur Sache.

Kimbo-Killers Halluzinationen

Es ist ein Krieg unter Rockern. Es geht um Drogenhandel. Zwei Banden konkurrieren miteinander. Es passiert im Stadtteil Frankfurter Berg am Rande der Mainmetropole, wo Wohnsilos in den Himmel ragen und sich viele Anwohner nachts nicht mehr auf die Straße trauen. Das soziale Elend hat einen Namen: Ben-Gurion-Ring. Hier richtet im April vergangenen Jahres der gelernte Briefträger Zubaidullah K. seinen Konkurrenten Kibrom T. ("Kimbo")  mit 24 Schüssen hin.

Klock: Warum es Notwehr war

Ein Fall von Notwehr, sagt das OLG
Der Geschädigte war sehr aggressiv ...
Angriff nicht zu widerlegen ...

HANAU. In der Öffentlichkeit wird der „Fall Klock“ kontrovers diskutiert. Das Urteil des Landgerichts Hanau ist umstritten. Können siebzehn Messerstiche und ein Schuss in den Nacken noch Notwehr, bzw. Nothilfe sein? Die Nebenklage beharrt auf einer Mordtheorie. Aber schon im Februar hatte das Oberlandesgericht Frankfurt in dieser Sache richtungsweisend entschieden.

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