Ausländerkriminalität

Lange Finger, leichte Beute

HANAU. (dig) Eine Bande von Ta­schendie­ben, die bundesweit vor al­lem in Le­bensmittelmärkten zuschlug, wurde jetzt vom Hanauer Schöffenge­richt zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die drei Angeklagten, zwei Männer und eine Frau, gaben die ih­nen zur Last gelegten Taten zu. Sie gingen da­bei offenbar arbeitsteilig vor.

Alarm im Klo

HANAU. Fisi kam als Asylbewerber nach Deutschland und geht als Vorbestrafter. (Wenn er denn hoffentlich geht!) Fisi war im mobilen Einbruchsgewerbe tätig. Er ist nämlich Spezialist für Einfamilienhäuser. Als er stattdessen mal einen nächtlichen Einstieg in ein Stehcafé versuchte, endete die Sache prompt mit überstürzter Flucht. Und jetzt muss er sich dafür auch noch vor einer Großen Strafkammer verantworten. Echt dumm gelaufen …

Harter Bursche, weichgekocht

HANAU. Am vergangenen Verhandlungstag im Prozess gegen den Räuber Resul K. war Javus noch ein ganz cooler Typ: „Ich sage nichts mehr“, hatte er Richterin Wetzel kurz und bündig und grinsend obendrein beschieden. Jetzt saß er erneut auf dem Zeugenstuhl, direkt aus der Ordnungshaft vorgeführt. Wir hätten ihn ja fast nicht wiedererkannt …

Schick im Flecktarn

Barbie in Haute Couture war gestern: Nicht nur im Jungmädchen-, auch im Zeugenzimmer wird aufgerüstet. Der Modetrend heißt Call of Duty.  ©Magiccubetoys

HANAU. Wenn das mal keine außergewöhnliche Zeugenbefragung war! Im Prozess gegen den mutmaßlichen Tankstellenräuber Resul K. sagte eine Frau, die bei zwei Überfällen zugegen gewesen war, per Gerichts-TV aus. Sie hatte sich nicht in den Saal getraut, aus Angst vor Rache. Entsprechend war ihre Garderobe gewählt: An diesem Morgen hatte sie sich für eine farblich dezente schusssichere Weste entschieden. Fesch!

Bluttat mit Kneipchen

Showeinlage zum Prozessauftakt: Ehe die Kameras nicht ausgeschaltet seien, werde er den Gerichtssaal nicht betreten, zeterte der Angeklagte. Schließlich zog er sich die Kapuze über den Kopf. Foto D. Graber

HANAU. Kerim K. soll versucht haben, seine Frau zu töten. Immer wieder stach er mit einem Küchenmesser auf sie ein. Eine Wahnsinnstat, die aus heiterem Himmel geschah? Durchaus nicht. Vielleicht hätte sie verhindert werden können, wenn die Polizei eine Anzeige des Opfers rechtzeitig ernst genommen hätte. Und so sind noch einige Fragen zu klären in dieser Sache.

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