Ausländerkriminalität

Harter Bursche, wachsweich

Kommen bei Nacht und Nebel, schlagen zu und sind wieder weg: Banden aus Osteuropa. ©Marc Malès: „Die Packard Gang“, Verlag Schreiber & Leser

GELNHAUSEN. Was sind das für Leute, die als Einbrecher nach Deutschland reisen? Pawel war so einer, ein unbedarfter junger Mann aus Polen, der sich für paar Euro überreden ließ, Autoteile zu stehlen. Er wurde gefasst. Vor Gericht wird aus dem anfänglich so selbstsicheren Angeklagten ein verschüchtertes Bürschchen. Er ist nur ein kleines Licht. Die Hintermänner werden selten gefasst.

Opfer gelassen, Täter entnervt

Eine Knarre allein macht noch keinen harten Burschen und garantiert erst recht keinen Erfolg beim Raubüberfall. Foto: Donald Pleasance in „Halloween“, 1978

HANAU. Ferhat soll einer der Räuber gewesen sein, die vor zwei Jahren einen Caravanverleih in Maintal-Dörnigheim überfielen. Vor dem Landgericht erzählt Ferhat aus seinem Leben; von Drogen, Spielsucht, hohen Schulden. Und dann dieses dilettantische Gewaltverbrechen. Vielleicht wäre alles ganz anders gekommen, wenn sich die aus der Türkei stammende Familie mal besser integriert hätte in Deutschland. Aber das ist ja das alte Lied …

Der Einbrecher mit den vielen Namen

Über die Balkanroute hierher: Die vielbefahrene, von Mehrfamilienhäusern gesäumte Fasaneriestraße war Ziel der Roma-Einbrecher

HANAU. Dani K. kam als Einbruchstourist aus Serbien nach Deutschland. Er verwendete mehrere Namen, wahrscheinlich, um die Behörden zu täuschen. Er stammt aus dem Roma-Ghetto von Loznica. Das bedeutet: Armut in Reinform. Im Gerichtssaal erzählt er aus seinem traurigen Leben. Aber darf man mit so einem Mitleid haben?

Die Scham des Opfers, ein Opfer zu sein

HANAU. Herr K. hat einen Fehler begangen. Aus Gutmütigkeit. Und auf einmal stand dieses Gaunerpärchen in seiner Wohnung, mutmaßlich Osteuropäer, dann waren das Portemonnaie weg und eine Perlenkette auch. Die mehrfach einschlägig vorbestrafte Angeklagte leugnet nun ihre Beteiligung an der Tat, und Herr K. schämt sich. Verrückte Welt …

Lange Finger, leichte Beute

HANAU. (dig) Eine Bande von Ta­schendie­ben, die bundesweit vor al­lem in Le­bensmittelmärkten zuschlug, wurde jetzt vom Hanauer Schöffenge­richt zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die drei Angeklagten, zwei Männer und eine Frau, gaben die ih­nen zur Last gelegten Taten zu. Sie gingen da­bei offenbar arbeitsteilig vor.

Alarm im Klo

HANAU. Fisi kam als Asylbewerber nach Deutschland und geht als Vorbestrafter. (Wenn er denn hoffentlich geht!) Fisi war im mobilen Einbruchsgewerbe tätig. Er ist nämlich Spezialist für Einfamilienhäuser. Als er stattdessen mal einen nächtlichen Einstieg in ein Stehcafé versuchte, endete die Sache prompt mit überstürzter Flucht. Und jetzt muss er sich dafür auch noch vor einer Großen Strafkammer verantworten. Echt dumm gelaufen …

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