Erpressung

Das Rätsel von Schöneck: ungelöst

Fliegende Fäuste, eine entsetzte Zeugin – in den Groschenheften ist alles so schön einfach: Hier der Gute, dort die Bösen. Abb.: Lou Fine, „The Adventures of Sam Spade“, 50er Jahre

HANAU. Was passierte am Abend des 19. November 2013 vor Haus Nr. 5? Wir wissen es nicht und werden es, wie es aussieht, auch nie erfahren. Sicher ist: Sedat Y. kriegte was auf die Nase. Die Staatsanwaltschaft vermutete einen Fall von Erpressung, die 2. Große Strafkammer konnte die seltsame Geschichte jedoch nicht aufklären. Interessant ist sie aber trotzdem.

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Rendezvous bei Lili

Kurz, knapp, präzise: Die Herren im geschäftlichen Dialog. Black Mask Magazin 1932

HANAU. Sie hatten ein großes Ding gedreht, aber die Beute war ihnen irgendwie abhanden gekommen. Natürlich wollten die Jungs das Geld wieder haben, und so machten sie ein bisschen Druck. Was sie nicht ahnten: Es war schon bei der Polizei. Und jetzt kommt auch noch eine hartnäckige Richterin ins Spiel, die komplizierte Puzzles liebt. Verdammtes Pech für den Angeklagten.

Lisa und Stefan: Zweierlei Maß - ist das gerecht?

Ein häßlicher Parkplatz, eine häßliche Geschichte: Tatort Weststadt

HANAU. Das Landgericht hat, wie man so schön sagt, ein Exempel statuiert: Stefan S. muss wegen einer vergleichsweise läppischen Tat achteinhalb Jahre ins Gefängnis. Seine Komplizin darf heimgehen. Hallo - wie gerecht ist das denn? Nachbetrachtung zum Urteil am Ende einer ungewöhnlichen Geschichte.

Lisa und Stefan: einmal Milde, einmal Härte

Nach dem Urteil: Stefan S. berät sich mit Verteidiger Freydank

HANAU. Es ist ein überraschend hartes Urteil: Zu achteinhalb Jahren wurde Stefan S. (28) von der 1. Großen Strafkammer des Hanauer Landgerichts verurteilt - wegen erpresserischem Menschenraub, räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung. Seine damalige Geliebte Lisa P. (23) kam hingegen mit zweiundzwanzig Monaten auf Bewährung glimpflich davon.

Der Mann, der nur Sex wollte: ein Scheißleben

HANAU. Überforderte Eltern, ein unfähiges Jugendamt, die falsche Clique - die Geschichte des Stefan S. zeigt, dass es viele Schuldige gibt, wenn jemand den Weg in die Kriminalität geht. Und was soll einer machen, der nicht lesen und schreiben und auch sonst nicht viel kann, als an Motorrollern zu schrauben? Auch, wenn die geklaut sind...

Der Mann, der nur Sex wollte: die Story

Der Lumpenhund, der Galgenstrick: So lustig ist das Räuberleben nur im Film  ©Deutsches Filmmuseum Ffm

HANAU. Ein junges Paar taucht unter, auf der Flucht vor der Polizei. Sie heißen Stefan und Lisa. Sie ziehen gemeinsam durch die Gegend und begehen einen bizarren Raub. Eine Liebesgeschichte? Es sei ihm nur um Sex gegangen, sagt Stefan heute. Nicht um die Lisa. Die ist jetzt ziemlich sauer und belastet ihn schwer. Eigentlich müsste man eine Moritat schreiben.