Gallienstraße

Alibi vom Führer

HANAU. Wie selbstbewusst darf ein Beschuldigter im Polizeiverhör sein, um sich nicht von vornherein verdächtig zu machen? Im Fall des Lutz H. genügte lockeres Auftreten und eine kommode Sitzhaltung, bei den Vernehmungsexperten sogleich Zweifel an seiner möglichen Unschuld zu wecken. 

Vier Schüsse, ein Loch

Hanaus derzeit bekannteste Straße. Sie hat übrigens nichts mit Asterix und Obelix zu tun, sondern mit  Jean-Louis Gallien, dem ersten Lehrer an der Zeichenakademie. ©Graber

HANAU. Gallienstraße 18. Eine Glastür. Hinter ihr starb Jürgen Volke, von drei Kugeln getroffen in der Nacht des 7. September 2013. Ein viertes Geschoss sauste durchs ganze Haus und blieb in der Gartenbegrenzung stecken. Im Glaseinsatz fand sich aber nur ein Einschussloch. Wie ist das möglich? Ein Gutachter hat dafür eine Erklärung parat … Ach ja, es gab auch noch einen Ortstermin. Vor der Tür und drumherum.

In der Falle

HANAU. Überraschende Wende im Mordfall Volke: Die Lebensgefährtin des Angeklagten wurde im Gerichtssaal wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Mordes verhaftet. Banu D. hatte in den zurückliegenden Prozesstagen als Zeugin ausgesagt und sollte auch heute wieder gehört werden. Die bisherige Beweisaufnahme verstärkt vor dem Hintergrund neuer, aber auch bereits ermittelter Indizien die Vermutung, dass die Tat von Lutz B. und Banu D. gemeinsam geplant und von ihr am 7. September 2013 ausgeführt wurde.

Sex mit dem Großwildjäger

HANAU. Im Prozess um den Mord in der Gallienstraße vor der 1. Große Strafkammer sagt Banu D. aus, die Lebensgefährtin von Lutz H., der seinen Schwager erschossen haben soll. Sie zeichnet das Bild eines naturverbundenen Menschen, der ein verständiger Ersatzvater für ihre beiden Kinder gewesen sei. Hinten im Saal zetert derweil seine Noch-Ehefrau.

Tak-tak – tak-tak um Mitternacht

Wahrheitsfindung unter freiem Himmel: Bericht aus dem Hanauer Anzeiger über den Ortstermin im Mordprozess des Jahres

HANAU. Das Gericht kam zum Tatort. Im Mordprozess gegen Lutz H. wollte sich die 1. Große Strafkammer einen Eindruck verschaffen von den Örtlichkeiten, vor allem aber von den Lichtverhältnissen, wie sie an jenem 7. September 2013 um kurz vor Mitternacht herrschten, als der Speditionsunternehmer Jürgen Volke durch die Tür seines Hauses erschossen wurde.

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