Gewalt

Mob lässt Prozess platzen

Vorbild El Patrón: Escobar nach seiner ersten Festnahme. Er regelte das Verfahren auf seine Weise: Nachdem zwei Belastungszeugen plötzlich „verstorben“ waren, wurde der Fall eingestellt. Foto: Polizei Medellin

HANAU. Ein Vorfall, der sich kürzlich vor dem Hanauer Jugendschöffenge­richt ereignete, beschäftigt Staatsan­waltschaft und Polizei. Offenbar ist es einer Gruppe Jugendlicher gelungen, durch rüpelhaftes Benehmen und ag­gressives Auftreten während der Ver­handlung einen Prozess platzen zu lassen. Es besteht der Verdacht, dass Zeugen bedroht und Schöffen im Ge­richtssaal fotografiert wurden. 

Mittags um zwölf auf dem Pausenhof

Der Lehrkörper musste sich ja schon immer eine Menge gefallen lassen, aber meist von den Schülern. Und jetzt auch noch von deren Eltern …

HANAU. Er ist schmal, seine Frau eher … na ja, füllig. Beide stehen sie jetzt vor dem Amtsgericht. Er soll im Zimmer des Schulrektors randaliert, sie derweil eine Lehrerin verprügelt haben. Es ging um ihren Sohn, und der scheint ein schönes Früchtchen zu sein. Aber der Apfel fällt ja, wie es so schön heißt, nicht weit vom Stamm.

Warten auf die Abreibung

Böse Mädchen kommen überall hin … Auch ins Gefängnis ©Buena Vista Home

FRANKFURT. Jung, brutal, weiblich: Die Zeiten, in denen Gewalt reine Männersache war, sind vorbei. Laut Kriminalstatistik stiegen die von Mädchen begangenen Gewalttaten in den vergangenen zwanzig Jahren um fünfzig Prozent. In Großstädten ist bereits jeder vierte Tatverdächtige unter einundzwanzig weiblich. Vor dem Jugendschöffengericht standen jetzt Aylin, Feliz und Belsin. Drei Auftragsschlägerinnen ...