Maintal

Zum Auftakt in die Zelle

Klockprozess reloaded, übrigens im selben Saal (Nr. 215) und mit einem Richter, der auch damals schon dabei war, inzwischen aber zur 2. Strafkammer wechselte. Wir sehen die Angeklagten mit ihren Verteidigern Kühne-Geiling (ganz rechts) sowie Scherzberg und Fuchs und den obligatorischen Kameramann (vor der Kammervorsitzenden Wetzel). ©Graber

HANAU. Reset! Es geht von vorn los. Nein, natürlich nicht ganz von vorn, denn eigentlich ist ja alles gesagt und ausermittelt, was es im Klockverfahren zu sagen und zu ermitteln gibt. Aber der Bundesgerichtshof wollte es so. Und deshalb befasst sich nun die 2. Große Strafkammer mit dem Vorfall von vor über drei Jahren auf der Main River Ranch in Maintal. Sollte Ihnen also beim Lesen dieses Berichts manches bekannt vorkommen – ein Zufall wäre das nicht.

Geschädigt und seziert

HANAU. Im Prozess gegen drei Asylbewerber, die eine junge Frau missbraucht haben, sagt nun das Opfer aus. Frau H. ist krank. Ein psychisches Leiden. Ist sie verrückt? Unglaubwürdig? Sexsüchtig? Eine Prostituierte? Und der Gipfel: Selber schuld an dem, was da in den Morgenstunden des 8. April 2017 am Mainufer passierte? Manchmal kam man kaum fassen, was sich in deutschen Gerichtssälen abspielt. 

Wechselseitig auf der Zeugin

Unten am Fluss passieren die schlimmsten Sachen. Nicht nur im Film. Sondern mitten in Deutschland.

HANAU/MAINTAL. Drei Männer missbrauchen eine Frau morgens am Mainufer. Sie kamen als angebliche Flüchtlinge nach Deutschland. Obwohl sie gar keine sind, haben sie eine Aufenthaltsduldung. Sie leben vom Amt, verbringen ihre Zeit mit saufen und herumlungern. Es ist eine Geschichte aus einer Republik, die sich selbst aufgegeben hat.