Rechtsanwalt

Verloren im Bermudadreieck

Eine strahlende Braut im Glück. Petra und ihr erster Ehemann Günther. Die Ehe wurde 1986 geschlossen. Sie ging schief. 1997 heiratete sie den Juristen Dirk M. Foto: privat

HANAU. Am Ende hockte Petra M. jeden Tag in einem der drei Hanauer Weinlokale, manchmal schon morgens, obwohl im Kühlschrank zuhause gähnende Leere herrschte - alkoholkrank, eingeschüchtert, einsam. Und übersät mit blauen Flecken, was viele wussten. Geholfen hat ihr niemand. Sie hat ja auch nie um Hilfe gebeten. Und dass es da Typen gab, die ihre Lage schamlos ausnutzten, ist einmal mehr zum Kotzen.

Bei Anruf Mord?

Von Meister Hitch genial in Szene gesetzt: Auch die raffiniertesten Pläne haben ihre Schwächen. ©Warner Bros

HANAU. Es besteht der Verdacht, dass der des Mordes angeklagte Ex-Anwalt Dirk M. einen perfiden Plan auszuführen versuchte: Kurz bevor er am Abend des 21. März seine Wohnung betrat und den Notarzt alarmierte, „telefonierte“ er von unterwegs noch mit seiner Frau. Er hatte sich dazu extra einen Zeugen organisiert. Zu diesem Zeitpunkt aber lag Petra M. bereits im Sterben. 

Thermisches Ereignis im Bad

HANAU. Am zweiten Verhand­lungs­tag im Prozess gegen den ehemaligen Hanauer Rechts­an­walt Dirk M. wegen Mordes an seiner Ehefrau sag­en Gut­achter und der ermit­telnde Kommissar aus. Die entschei­denden vierund­zwanzig Stun­den im Le­ben und Sterben der Petra M. lassen sich anhand zahlreicher Indizien recht gut rekonstruie­ren. Polizei und Staatsanwalt­schaft haben in die­sem Fall eine hervorra­gende Er­mittlungsarbeit abgeliefert.