Sexualstraftat

Geschädigt und seziert

HANAU. Im Prozess gegen drei Asylbewerber, die eine junge Frau missbraucht haben, sagt nun das Opfer aus. Frau H. ist krank. Ein psychisches Leiden. Ist sie verrückt? Unglaubwürdig? Sexsüchtig? Eine Prostituierte? Und der Gipfel: Selber schuld an dem, was da in den Morgenstunden des 8. April 2017 am Mainufer passierte? Manchmal kam man kaum fassen, was sich in deutschen Gerichtssälen abspielt. 

Wechselseitig auf der Zeugin

Unten am Fluss passieren die schlimmsten Sachen. Nicht nur im Film. Sondern mitten in Deutschland.

HANAU/MAINTAL. Drei Männer missbrauchen eine Frau morgens am Mainufer. Sie kamen als angebliche Flüchtlinge nach Deutschland. Obwohl sie gar keine sind, haben sie eine Aufenthaltsduldung. Sie leben vom Amt, verbringen ihre Zeit mit saufen und herumlungern. Es ist eine Geschichte aus einer Republik, die sich selbst aufgegeben hat. 

Praktizierter Täterschutz

Ich bin dann mal weg … Giuseppe M. versteckt sich hinterm Aktenordner, neben ihm Verteidiger Peter Schmidt Foto: Graber

HANAU. Es ist nicht ungewöhnlich und auch angemessen, in einem Vergewaltigungsprozess die Öffentlichkeit zeitweise auszuschließen, um die Privatsphäre des Opfers zu schützen. Dass aber die gesamte Verhandlung wegen „schutzwürdiger Interessen“ des Angeklagten (32) hinter verschlossenen Türen geführt wird – na ja …