Sprengstoff

Kein Rabatt für Panzerknacker

Schlimme Assoziation: An „Bilder aus dem Irakkrieg“ fühlte sich Anwalt Schmelzer durch die Umstände der Festnahme erinnert. Filmplakat „Road to Guantanamo“, 2006

HANAU. Wurde die Polizei übergriffig, als sie vier jungen Straftätern, die auf dem Weg zu einem schweren Verbrechen waren, die Sicht nahm, nachdem sie aus ihrem Auto gezerrt worden waren? Jetzt fielen die Urteile gegen die Panzerknacker von Erlensee. Die Rechnung des Verteidigers ging nicht auf. Zu Recht!

Sprengstoff im Hühnerstall

„Böses Gewerbe bringt bösen Lohn“, wusste schon Schiller. In diesem Fall haben unsere vier Gesellen noch mal Glück gehabt, dass die Polizei in der Nähe war und vielleicht Schlimmeres verhinderte. ©Filmsonor, 1953

HANAU. Netter Versuch eines Verteidigers im Prozess gegen die vier Dösbaddel aus Erlensee: Sie seien, sagt er, bei der Festnahme unrechtmäßig behandelt worden. Die Polizei hätte ihnen die Sicht mit einer Maske, bzw. mit Schlafbrillen genommen, nachdem sie aus ihrem Auto gezerrt worden waren. Das sei ein kriegsmäßiges Vorgehen. Er fordert deshalb Strafmilderung. Darauf muss man erst mal kommen.

Große Pläne, kleine Leuchten

Das zeichnet den erfolgreichen Safeknacker aus: Er trägt Maßanzug, bedient sich moderner Technik und gelangt lautlos zum Ziel. ©United Artists

HANAU/ERLENSEE. Das Fleisch war willig, der Geist hingegen schwach. Vier junge Leute aus Erlensee planten die großen Coups: Sie wollten Geld- und Fahrkartenautomaten mit einem Gasgemisch aufsprengen. Wenn es nicht so ernst wäre, man könnte lachen über die Dummköpfe mit Migrationshintergrund.