Raub

Adio Mexico

Na schön, es ist eine bezaubernde Destination, so blau das Meer, so fein der Strand: Cancún, die Perle Mexikos. Aber dafür Gefängnis riskieren? Auf räuberische Erpressung stehen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.

HANAU. Aus der Fiesta Mexicana wurde nichts. Am Ende fehlten dem jungen Mann ein paar Hundert Euro für den Trip mit seiner Freundin ins Urlauberparadies  Cancún. Es fehlte ihm aber auch am Mut, es ihr zu gestehen. Er kam dann auf eine Idee. Eine saudumme Idee. Und deshalb steht er jetzt vor Gericht.

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Nur dissozial, mehr nicht

HANAU. Am Ende kam das raus, was am Anfang schon gesagt wurde: Soufiane J. ist „nur“ ein gewöhnlicher Krimineller, der sich halt nimmt, wie‘s ihm beliebt. Nicht die Droge hat ihn zur Straftat gedrängt, nicht der Alkohol, der Tablettenkonsum nicht und ebenso wenig die Spielsucht. Er war seine dissoziale Persönlichkeit. Na also!

Gerichtsnovela mit bissigem Anwalt

Es gibt Leute, denen man möglichst nicht begegnen möchte, weder am helllichten Tag auf einem Spielplatz noch nachts an der Tanke. Bisweilen haben sie ein Messer dabei. Abb.: Szene aus irgendeinem „Halloween“-Film von John Carpenter

HANAU. Ja, es war ein starkes, ein emotionales Plädoyer, das Verteidiger Peter Müller im Prozess gegen Soufiane J. hielt. Es war der letzte Versuch, das Gericht davon zu überzeugen, dass sein Mandant ein Sklave der Drogen war, süchtig nach Kokain und Sportwetten. Es war so gut, dass der Angeklagte schließlich in Tränen ausbrach. Es war besser als Fernsehen – auf jeden Fall so ähnlich.

Böser Bube auf der Flucht

HANAU. Gabriel ist weg. Kürzlich, als sie ihn morgens aus der Jugendhaftanstalt Rockenberg zu seiner Verhandlung nach Hanau bringen wollten, ist er ausgebüxt. Vor dem Justizgebäude in der Nußallee. Weil sie ihn nicht gefesselt hatten, wie es sich gehört bei einem Burschen, der die Polizei und das Jugendamt und das Gericht beschäftigt wie kaum ein anderer.

Ein Freund, ein guter Freund …

Für diese drei Freunde, die Filmgeschichte schrieben, gab es nur zwei Themen: Frauen und Autos. Drogen? Niemals! ©Ufa („Die Drei von der Tankstelle“)

HANAU. Soufiane J. und kein Ende: Der Hanauer Strafrechtler Peter Müller zieht alle Register, um seinem Mandanten eine langjährige Haftstrafe zu ersparen. Aber wenn die Hoffnung wirklich zuletzt stirbt, so liegt sie nun doch schon im Koma. Auch die beiden Freunde des Angeklagten, die nun als Zeugen für Soufianes angebliche Drogensucht auftraten, werden daran mit ihren Aussagen nicht viel gerändert haben.

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Von Räubern und Helden

Tatort Rosenstraße: Überfälle auf Juweliergeschäfte sind am riskantesten, wenn viele Zeugen in der Nähe sind. Das wussten die beiden Nachwuchsgangster wohl nicht. ©Foto: Graber

HANAU. Paulius und Ricardas scheiterten bei ihrem Überfall auf das Juweliergeschäft in der Rosenstraße erstens an der wehrhaften Inhaberin und zweitens der Tatsache, dass an diesem Nachmittag gleich eine Vielzahl von Helden in der City unterwegs war. Da konnte es ja nichts werden mit dem Blitzcoup. Vermutlich standen sich die beiden Dösbaddel aber vor allem selbst im Wege. Vor Gericht übrigens auch: Es gab dreieinhalb und viereinhalb Jahre. Dumm gelaufen.

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