Eifersucht

Manuels Urteil wird teuer für Lisa

So ist das mit der Liebe in Zeiten von Sturm und Drang: Sie kann böse enden. Illustration aus dem „Werther“: Jean Blaise Simonet

HANAU. Vier Jahre für Manuel. Das sind 48 Monate für ein Stakkato an Straftaten, die er sich in ziemlich kurzer Zeit geleistet hat, von diversen Diebstählen – gemeinschaftlichen und schweren und räuberischen – über Computerbetrug in elf Fällen bis zur Vergewaltigung. Und nun also noch gefährliche Körperverletzung. Manuel ist neunzehn und das, was man einen Intensivtäter nennt. Da sind, seien wir ehrlich, vier Jahre eigentlich nicht viel.

Ende einer jungen Liebe

HANAU. Das ist die Geschichte von Lisa und Manuel. Ganz romantisch hat sie angefangen, mit heimlichen Treffen und Verlobung und allerlei Ringelpiez mit Anfassen (vor allem damit). Ziemlich dramatisch fand sie ihr abruptes Ende. Das letzte Kapitel wird nun vor der 2. Jugendkammer erzählt. Die Staatsanwaltschaft wirft Manuel versuchten Totschlag vor.

Rätsel um Raptus

Farbtupfer in einer grauen Straße: Das  Haus, in dem Herr K. seine Margareta erstach. Foto: Graber

HANAU. Nach einer aufwendigen Beweisaufnahme verurteilte die 1. Schwurgerichtskammer den Mann, der im Februar seine Ehefrau mit drei Küchenmessern erstochen hatte, zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe wegen Totschlags. Bis zuletzt hatte der Angeklagte im Prozess geschwiegen. Ein psychiatrischer Gutachter schloss Schuldunfähigkeit aus, obwohl Edward K. eine hohe Dosis eines Antidepressivums geschluckt hatte – möglicherweise aber auch erst nach der Tat.